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Was fühlt man für Stiefkinder?

Letztens hat mir jemand gefragt, ob ich es mir mit eigenen Kinder auch vorstellen könnte. Ja kann ich, vielleicht noch nicht im Moment, aber ich kann es mir vorstellen. Ich hätte gerne eigene Kinder. Im Moment habe ich noch keine eigenen Kinder. Und doch habe ich Kinder.

Aber wie ist es mit eigenen Kindern? Oder mit Stiefkindern? Fühlt man da unterschiedlich?
Ich kann es nicht sagen, damit habe ich keinerlei Erfahrungen. Ich weiß auch nicht wie es ist ein Baby zu haben. Klar, ich kann es mir vorstellen, aber ich habe keine eigenen Erfahrungswerte. Ich habe Erfahrungen mit Mädchen ab knapp drei Jahren, die ich vorweisen könnte.

Wie sieht es mit den Gefühlen aus? Eine gute Frage. Geht es einem der Mädchen schlecht, fühle ich mit. Geht es ihnen nicht gut, geht es mir auch nicht gut. Ich sorge mich. Ich freue mich mit ihnen. In manchen Nächten kann ich nicht schlafen, wenn die Mädchen irgendwelche Sorgen haben und grüble stattdessen darüber. Ist eine der Beiden krank, umsorge ich sie, so gut es eben geht. Und wenn sie mal ein paar Tage nicht da sind, ist das Haus einfach schrecklich leer. Und wenn sie eine Woche bei Mama verbringen, wird mir nach einigen Tagen schon langweilig. Es fehlt einfach was.

Ich denke, ich fühle nicht anders, als wären sie meine eigenen Kinder. Schließlich leben wir fast so, als wären sie meine Kinder. Jobmäßig geht es sich aus, dass ich eben die meiste Zeit mit den Kindern verbringen kann. Schon alleine nachmittags oder in den Ferien. Wenn ich „normale“ Familien mit unserer vergleiche, verhalten wir uns ja ähnlich. Da gibt es nichts typisches, was wir machen, was die anderen eben nicht machen, weil sie nicht Patchwork leben. bis

Auch mit den Gefühlen ist es ähnlich. Zumindest würde ich es behaupten. Sie gehören zu mir. Wenn ich länger unterwegs bin genieße ich die kinderfreie Zeit, aber spätestens nach zwei Tagen vermisse ich sie schrecklich. Auch wenn die Kids nicht da sind fühlt es sich komisch an – am liebsten habe ich es, wenn alle zuhause sind und wir gemeinsam Zeit verbringen können. Ich denke, es ist in normalen Familien auch so. Alles andere käme mir jetzt dann doch komisch vor.

Wenn ich mal eigene Kinder habe, werde ich euch erzählen, ob sich etwas verändert hat. Oder ob es sich anders anfühlt. Mehr kann ich im Moment dazu leider nicht sagen. Ich weiß es eben nicht besser. Eines kann ich aber sagen, die Mädchen gehören für mich zur Familie. Voll und ganz. Sie sind ein wenig wie meine Kinder. Wie soll es sonst auch funktionieren?

Trotzdem ist es mir bewusst, dass ich nicht die Mama der beiden Zuckerpuppen bin und ich will es auch nicht sein. Sie haben eine Mama. Aber ich bin für sie da, egal was sie brauchen.

alles liebe,
vera

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