Allgemein, Familienchaos

Nachhaltigkeit im Alltag – ein paar einfache Tipps

Sind wir ehrlich, nicht-nachhaltig zu leben ist einfach. Ich kaufe was ich will und auch wo immer ich es eben bekomme. Verpackt oder nicht, ganz egal. Einmal um die halbe Welt geschickt – es schmeckt ja trotzdem. Müll? – dafür haben wir die Tonne!
Viele leben genau nach diesem Lebensstil und ich bin mir sicher, einigen ist es gar nicht wirklich bewusst. Aus diesem Grund haben wir Kärntner Blogger beschlossen verschiedene Blogposts zum Thema „Nachhaltigkeit“ zu verfassen. Ganz individuell haben sich viele von uns mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Blogbeiträge meiner BloggerkollegInnen verlinke ich euch am Ende meines Beitrags.

Ganz ehrlich gesagt leben wir auch noch nicht so nachhaltig, dass mir eine Medaille für meinen Lebensstil verliehen werden könnte. Trotzdem versuchen wir immer mehr und mehr nachhaltig und bewusst zu leben und dies auch den Kindern beizubringen. Hier ein paar Tipps, die ganz einfach in den Alltag eingebaut werden können:

Lebensmitteleinkäufe planen
Wir führen seit einiger Zeit einen Essensplan und kann meine Lebensmitteleinkäufe somit ein wenig planen. Unnötige Einkäufe fallen weg, Obst, Gemüse und Milchprodukte kaufe ich nach Bedarf. Meist schaffe ich es tatsächlich, nur einmal pro Woche einzukaufen.

Besonders bei Fisch und Fleisch achte ich auf Regionalität. Ebenso bei Eiern und diversen Milchprodukten. Ein richtig leckeres Bauernbrot gibt es immer von meiner Schwiegermama.

Bleibt beim Essen etwas übrig werfen wir es auch nicht weg. Häufig friere ich die restlichen Portionen ein und wenn es nur mehr ein bisschen ist, wird es zur nächsten Mahlzeit mit aufgewärmt. An manchen Tagen ist es dann ganz praktisch, wenn auch mal der Tiefkühler etwas Fertiges zu bieten hat.

Tragetaschen verwenden
Jeder hat sie, jeder kennt sie. Die wiederverwendbaren Tragetaschen. Nur nützen sie einem wenig, wenn sie zu Hause bleiben und man im Supermarkt wieder nach einem Sackerl für seine Einkäufe greifen muss. Ich habe beispielsweise ein paar im Auto und ja, ich habe sie auch schon mal vergessen. Aber ich bemühe mich, immer eine eigene Tasche zum Einkaufen mitzunehmen.
Nicht nur beim Einkaufen von Lebensmitteln können diese Taschen verwendet werden, auch allen anderen Einkäufen kann man seine „Shopping-Bag“ mitbringen und wieder ein Plastiksackerl sparen.

Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten
Wer kein eigenen Gemüsegarten hat, kann auf ein paar Gemüsesorten in großen Blumentöpfen anpflanzen. Besonders gut eigenen sich Tomaten, Radieschen und Karotten. Die Kinder helfen gerne bei der Ernte und der Pflege der Pflanzen. Außerdem sind sie in den Töpfen vor Schädlingen gut geschützt.

Kräuter sind auch sehr pflegeleicht. Entweder in einer Kräuterschnecke, in kleinen Töpfen auf dem Balkon oder in der Küche. Frisch können sie gleich zum Verfeinern verschiedener Gerichte verwendet werden. Viele kann man auch einfrieren (Schnittlauch, Petersilie) oder trocknen (Thymian, Minze, Salbei, Rosmarin). Aus Lavendel, Minze und Thymian kann man übrigens sehr leckere Sirupe herstellen.

Obst selbst einkochen
Hat man eigenes Obst im Garten, kann man dieses ganz einfach haltbar machen. Marmeladen, Kompott oder einfach nur einfrieren. Unterm Jahr erfreuen sich dann alle in der Familie über die selbst hergestellten Produkte, die nebenbei auch immer ein nettes Mitbringsel sind.

Wer kein eigenes Obst hat, kann beispielsweise mit den Kindern mal ins Erdbeerland fahren. Da pflücken sie gerne, können nebenbei etwas naschen und anschließend kann man gemeinsam die Früchte weiterverarbeiten.

Aufbewahrung von Lebensmitteln
Ja ich gebe es gerne zu, ich bin ein Tupperware – Opfer. Ich besitze viele Schüsseln, Vorratsdosen, Einfrierbehälter und teilweise auch Kochutensilien dieser Firma. Sie sind zwar alle aus Plastik, jedoch auch fast unzerstörbar. Einige Dinge habe ich von meiner Mama bekommen, ein paar Schüsseln sind noch von meiner Oma. Zwar nicht ganz so gesund wie Glas, aber trotzdem wiederverwendbar.

Hausmüll reduzieren
Wir haben die Werbung abbestellt und bekommen nur mehr persönlich adressierte Post. Dafür muss man bei der Umweltberatung (Werbung: http://www.umweltberatung.at) ein Pickerl beantragen und schon bekommt man kein Werbematerial mehr. Ebenso haben wir keine Zeitung, da wir uns im Internet über die tagesaktuellen Themen informieren.

Beim restlichen Müll, der sich ja nicht vermeiden lässt, halten wir eine strickte Trennung ein. Viel Altpapier landet im Winter direkt im Ofen, der Rest kommt in die Papiertonne, der Biomüll kommt auf den Kompost und Restmüll und Plastik werden getrennt. Die Zuckerpuppen wissen es und halten sich auch daran.

Kleidung der Kinder
Gleich vorneweg – es gibt immer neue Schuhe. Für beide. Die werden nicht nachgetragen. Dafür gibt es nicht pro Kind 10 Paar Schuhe, sondern nur welche, die sie auch wirklich brauchen.
Bei der Kleidung ist es so, dass jene Sachen, die der Großen nicht mehr passen, automatisch in den Kleiderkasten der Kleinen wandern. Vom Kleiderkasten der Kleinen wandern sie dann in eine Kiste, denn ich bewahre die Sachen, die noch in Ordnung sind, auf. Natürlich gibt es auch mal etwas Neues, aber sie tragen beispielsweise auch Kleidung, die schon von den Mädchen meiner Cousine getragen wurde.
Wenn sie nach der Schule nach Hause kommen und draußen spielen, ziehen sich die Kinder um. Dafür haben wir alte Sachen, die schon fleckig oder teilweise kaputt sind und bei denen es ganz egal ist, wenn sie völlig verdreckt und kaputt werden.

Schulsachen
Es gibt nicht in jedem Schuljahr eine neue Grundausstattung. Die Große kam heuer in die dritte Klasse und wir haben lediglich ein paar Dinge erneuert. Wasserfarben können schließlich über die Sommerferien nicht schlecht werden und eine Schultasche für die Volksschulzeit muss auch reichen.
Aufgrund meines Jobs kann ich aber beobachten, dass einige Kinder jährlich mit einer völlig neuen Ausstattung in die Schule geschickt werden – da frage ich mich immer, wozu?

Schuljause zubereiten und verpacken
Für die Zuckerpuppen bereiten wir morgens immer die Jause für die Schule zu. Dafür haben wir seit über drei Jahren die gleichen Jausenboxen. Wir verwenden welche von Tupperware, zwar aus Plastik, dafür aber langlebig. Die Trinkflaschen sind aus dem selben Material, wir hätten zwar welche aus Glas, allerdings gebe ich sie den Zuckerpuppen aufgrund des Gewichts nicht mit. Viel zu oft kann ich beobachten, dass Kindern morgens noch schnell etwas aus dem Supermarkt geholt wird und somit wieder ein Sackerl mehr in den Müll wandern.

Bei kleineren Ausflügen nehme ich häufig etwas von zuhause mit. Eine Trinkflasche oder ein wenig Obst brauchen nicht viel Platz und wenn die Kinder etwas möchten, dann habe ich etwas griffbereit und muss nicht gleich wieder etwas kaufen.

auch mal zu Fuß gehen
Beispielsweise von der Schule nach Hause. Unsere Zuckerpuppen werden zwar morgens zur Schule gebracht, da kein Bus fährt und es am Weg liegt (es wären knapp 1,5 Kilometer), aber am Nachmittag laufen sie nach Hause. Vor der Schule ist ohnehin kein Platz, da viele Eltern ihre Kinder ja abholen müssen. Bei manchen verstehe ich es ja, aber dieses Verständnis hört auf, wenn das Kind nur knapp 200 m nach Hause laufen müsste.

Hundefutter
Auch beim Hundefutter kann man mittlerweile auf nachhaltige Produkte zurückgreifen. Hier muss jeder Hundehalter selbst entscheiden, welches Futter er seinem Vierbeiner geben möchte und welches auch für diesen passt. Wir füttern beispielsweise ein trockenes Hundefutter, es kommt im 12,5 kg Sack und wird bei Bedarf eben nachbestellt (eines der wenigen Dinge, die ich wirklich regelmäßig bestelle, da es in der Nähe nicht erhältlich ist). Wer vor allem Dosenfutter füttert, sollte sich bewusst sein, dass damit eine enorme Müllproduktion zusammenhängt. Pro Tag eine Dose – da kommt ordentlich etwas zusammen. Wir benötigen beispielsweise alle 6-8 Wochen einen neuen Sack Hundefutter, da hält sich der Müll sehr in Grenzen.

Kosmetik und Hautpflege
Ich leide seit Jahren an einer sehr trockenen und äußerst empflindlichen Haut. Vor allem im Gesicht habe ich ständig mit Unreinheiten zu kämpfen. Vor ein paar Monaten habe ich dann bei einer Naturkosmetikherstellerin eine tolle Creme für mich gefunden, die ich nun als Bodylotion und als Gesichtscreme verwende. Mein Hautbild hat sich seitdem deutlich verbessert, was ich auf die Inhaltsstoffe dieser Creme zurückführe.

Mehr Nachhaltigkeit leben
In Zukunft möchte ich noch mehr Nachhaltigkeit in unseren Alltag einbauen. Ich beispielsweise habe mir vorgenommen, keine unnötigen Kleidungsstücke mehr zu kaufen. Warum noch ein weißes T-Shirt, wenn man schon drei im Schrank hat? Jeder Modetrend muss nicht mitgemacht werden und nur weil die Sachen schon länger nicht mehr getragen wurden, heißt es doch nicht, dass sie nicht mehr gut aussehen. Diese Teile versuche ich momentan neu zu kombinieren.
Im Haushalt will ich meine gesamten Reinigungsmittel auf nachhaltige Produkte umstellen. Einen großen Teil habe ich schon umgestellt, wenn der Rest verbraucht ist, rüste ich da auch noch nach.

Manchmal können genau diese Kleinigkeiten schon ein Anstoß dazu sein, unseren Alltag etwas nachhaltiger zu gestalten. Wenn ihr noch mehr zum Thema Nachhaltigkeit wissen wollt, dann schaut bei meinem KollegInnen von #kärntenbloggt vorbei:

Wie sieht es bei euch mit dem Thema Nachhaltigkeit aus? Versucht ihr bewusst nachhaltig zu leben, oder es teilweise in euer Leben einzubauen? Habt ihr euch noch gar nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt?
Ich freue mich auf euer Feedback!

alles liebe,
vera

 

6 Gedanken zu „Nachhaltigkeit im Alltag – ein paar einfache Tipps“

  1. Hi Vera!
    Da sind ja sehr viele Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag bei dir nachzulesen. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die aber jede Menge bewirken können. Wenn nur jeder ein wenig diesen Weg einschlagen würde, dann könnte damit sehr viel bewirkt werden.
    Danke für diesen tollen und wertvollen Beitrag!
    GLG, Anita

    Gefällt mir

    1. Hallo Anita!
      Vielen Dank, es freut mich sehr, wenn dir meine Tipps gefallen!
      Manchmal sind es eben genau diese Kleinigkeiten, mit denen wir beginnen können.
      Alles liebe, Vera

      Gefällt mir

  2. An deinem Beitrag sieht man, dass es so viele Möglichkeiten gibt, Nachhaltigkeit in den Alltag einfließen zu lassen 🙂 Was zählt ist, dass man einfach damit mal anfängt. Kleine Schritte führen auch ans Ziel. Ich bin froh, dass dieses Thema immer mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit dringt, denn wir haben nur eine Erde …

    LG Kerstin von visiona’s Wunderwelt

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s