Allgemein, in Kärnten, Unterwegs

Ausflug in die Tscheppa-Schlucht

Normalerweise wäre die Tscheppa-Schlucht für uns kein Tagesausflugsziel, da wir knapp zwei Stunden zum Ausgangspunkt fahren müssen. Letztens hatte ich aber etwas in der Unterkärntner Gegend zu erledigen und deshalb bot es sich an, mit den Kindern dieses beliebte Kärntner Ausflugsziel anzusteuern.

Die Tscheppa-Schlucht liegt in den Karawanen, südlich von Ferlach, und ist ein Schluchtabschnitt des Loiblbachs. Von Klagenfurt fährt man zuerst in Richtung Ferlach und bald ist schon die Tscheppa-Schlucht angeschrieben, verfehlen kann man sie fast nicht. Nach einem kleinen Stück den Loiblpass hinauf, gelangten wir zu einem Parkplatz, wo uns ein freundlicher Mitarbeiter gleich einen passenden Platz zuteilte. Die Kosten für diesen Parkplatz betragen 2€, welche erst bei der Ausfahrt zu bezahlen sind.

Mit gutem Schuhwerk, Schildkappen und einem Rucksack, gefüllt mit ein wenig Obst und Getränken, machten wir uns vom Parkplatz aus auf den Weg.
Der erste Weg führte uns über eine Brücke, die über die Straße führte, und anschließend ging es durch ein Waldstück hinab zum Fluss. Hier kamen wir direkt an dem Waldseilpark vorbei, der sicherlich auch einen Besuch wert gewesen wäre.

Beim Fluss angekommen spazieren wir noch ca. 10 Minuten bis zum eigentlichen Eingang in die Tscheppaschlucht. Da es ein sehr warmer Tag war und wir keinen Eile hatten, entschieden wir uns gleich für eine Stärkung beim Eingang der Schlucht. Dort gab es einige schattige Sitzmöglichkeiten und ein kleines Selbstbedienungskaffee, welches verschiedene Snacks, kühle Getränke, Souvenirs und auch Eis anbot. Dort mussten wir selbstverständlich gleich zuschlagen.

Der Eintritt in die Tscheppaschlucht kostet für einen Erwachsenen 8,50 € und für Kinder bis 15 Jahre werden 5,50 € verrechnet. Ebenso bekamen wir einen kleinen Plan mit, der uns die verschiedenen Routen der Tscheppaschlucht anzeigte, denn man muss nicht zwingend alles durchwandern. Ebenso sind die Busstationen eingezeichnet, denn ein gratis Shuttlebus bringt einen wieder an den Ausgangspunkt der Wanderung zurück.

Man startet seine Wanderung quasi am „Goldenen Bründl“, wo auch der Eintritt zu bezahlen ist. Gleich zu Beginn kamen wir an einem Barfuss-Parcour vorbei, welchen wir natürlich auch ausprobieren mussten. Die kleine Zuckerpuppe war vorerst ein wenig skeptisch, traute sich dann aber auch ihre Schuhe auszuziehen.

Im Anschluss an dieses tolle Erlebnis starteten wir mit der eigentlichen Tour durch die Schlucht. Zuerst ging es eine Weile den Weg entlang, wobei es verschiedene Stationen zu entdecken gab. Bald kamen wir aber dann zum spannenderen Teil der Schlucht. Die Treppen und Stufen begannen und ich wusste schon zuvor, dass genau dieser Teil den Kindern besonders gut gefallen wird. Geschickt kletterten sie die vielen Stufen hoch, um dann auch wieder die tolle Aussicht in die Schlucht zu genießen. Neben dem Wanderweg gab es immer wieder Bänke, um ein wenig zu rasten oder einfach die Landschaft zu genießen.

Nach einer knappen Stunde und einem doch abenteuerlichen Weg für die Kinder kamen wir zur ersten Weggabelung. Dort war eine kleinere Tour angeschrieben, die zur ersten Bushaltestelle und einem Gasthof führte. Die etwas größere Tour führte aber noch am Wasserfall und der Teufelsbrücke vorbei und gemeinsam entschieden wir uns für die längere Runde, denn die Kinder wollten unbedingt zum großen Wasserfall weiterwandern. Gesagt, getan.

Auf diesem Teilabschnitt haben wir dann auch gleich die Chance genutzt und uns ein wenig im erfrischenden Wasser abgekühlt, denn hier gab es ein paar Stellen neben dem Wanderweg, an denen man das kühle Nass gut erreichen konnte.

Bald erreichten wir die sogenannte Teufelsbrücke, die sogar von der Loiblstraße aus zu sehen ist. Dort gibt es auch einen Fotopoint.
Gleich im Anschluss daran kamen wir definitiv zum Highlight unserer Wanderung, dem Tschaukofall. Beeindruckt von den herabstürzenden Wassermassen waren die Mädchen froh, endlich das eigentliche Ziel erreicht zu haben.
Weiter ging es dann mit unserer Tour durch das sogenannte Felsentor, welches ebenso ein beliebtes Fotomotiv der Tscheppaschlucht darstellt. Oben angekommen gab es wieder eine Weggabelung. Von dort aus kann man entweder zum Gasthof „Deutscher Peter“ gehen, um auch mit den Shuttlebus wieder zum Parkplatz zu gelangen, oder eben noch weiter zum bekannten „Meerauge“ wandern.
Da die Kinder und zugegebenermaßen auch ich schon ein wenig hungrig waren, entschieden wir uns den Weg zum Gasthof einzuschlagen, obwohl besonders mich eine Wanderung zum Meerauge auch noch interessiert hätte. Aber vielleicht haben wir ja beim nächsten Mal noch die Gelegenheit dieses Naturjuwel zu bewundern.

An einem Naturlehrpfad entlang ging es dann noch ca. 40 Minuten in Richtung Gasthof „Deutscher Peter“. Dieser Rückweg war dann doch etwas beschwerlicher, denn die kleine Zuckerpuppe war schon etwas müde und der Weg war doch länger, als ursprünglich angenommen.
Als wir dann endlich das Gasthaus erreichten, belohnten wir uns mit einem leckeren Essen und fuhren anschließend wieder mit einem der stündlich verkehrenden Shuttlebusse zurück zum Parkplatz.

Alles in allem hat uns die Tour durch die Tscheppaschlucht sehr gut gefallen, es ist auf alle Fälle einen Ausflug wert. Trotzdem sollte vor allem beim Wandern mit Kindern an genügend zu Trinken und Jause gedacht werden. Wir hatten zwar Obst und Getränke mit, jedoch war es schlussendlich zu wenig und wir hatten am Ende der Strecke schon ordentlich Hunger – besonders die Kinder.
Weiters würde ich empfehlen die Tour eventuell vormittags zu starten, besonders an warmen Tagen. Wir konnten aufgrund eines Termins erst mittags los, es war teilweise schon sehr heiß, obwohl in der Schlucht direkt ging es trotz der warmen Temperaturen ganz gut.

Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch nun auch Lust auf eine Tour durch die Tscheppaschlucht – wir kommen bestimmt irgendwann mal wieder 🙂

alles liebe,
eure Vera

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